Stephen King – Mr. Mercedes

Kurz vor Weihnachen habe ich zu meinem Freund gemeint, dass ich noch nie ein Buch von Stephen King gelesen hätte und dass ich das eigentlich mal machen müsste. Umso mehr habe ich mich dann gefreut, dass ich tatsächlich ein Buch von ihm zu Weihnachten bekam. Ich habe mich so sehr gefreut, dass ich den Gutschein im Buch über ein grandioses Wellness-Wochenende in Rostock glatt übersehen habe. Ups!

Nun einmal zur Story:

Es ist früh morgens auf einem Parkplatz vor der Stadthalle. Bereits tausende Arbeitssuchende haben sich dort versammelt, um auf der dortigen Jobmesse Arbeit zu finden – hoffentlich. Es ist eine kalte, neblige Nacht. Und plötzlich rast ein Mercedes S 600 aus dem Nebel heraus in die wartende Menge. Menschen sterben und werden schwer verletzt, der Mörder verschwindet und wird nie entdeckt. Der Mercedes war gestohlen.  
Detective Bill Hodges ermittelte in diesem Fall, bevor in Rente ging. Plötzlich bekommt er Post von jemandem, der behauptet, der Mercedes-Killer zu sein. Der Ehrgeiz packt den pensionierten Cop und er versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden…

Was mir direkt von Anfang an auffällt, ist die Detailliebe von King. Im ersten Kapitel wird die Szene vor der Stadthalle detailreich beschrieben. Man begleitet einen Mann dorthin, lernt eine alleinerziehende Mutter mit ihrer kleinen Tochter kennen. Man hat ein Gesicht vor Augen und dann lässt King sie direkt sterben.

Aber genauso detailreich und real beschreibt er seine anderen Charaktere. Bill Hodges verkörpert das typische Bild eines Detectives, der in Rente geht und mit diesem Umstand zu kämpfen hat. Depressive Züge, Gewichtszunahme und Selbstmordgedanken plagen Hodges, während sich in seinem neuen Alltag zurechtfinden muss. Und doch blüht er regelrecht auf. Dabei hilft ihm die Schwester der Frau, deren Mercedes damals als Mordwaffe genutzt wurde und die mittlerweile Selbstmord begangen hat. Mit ihrer Hilfe und die seines Nachbarjungen, begibt er sich auf die Suche nach dem Mercedes-Killer.

Brady Hartsfield ist der Mercedes-Killer. Ein junger Mann, der eindeutig gestört ist. Zu seiner Mutter hat er ein definitiv ungesundes Verhältnis, den kleinen Bruder hat er getötet und von seiner Umwelt wird der unauffällige Mann nicht wahrgenommen. Brady missfällt es, dass keiner seine Tat zu würdigen weiß und den Zusammenhang zwischen seiner Tat und dem Selbstmord der Frau erkennt, deren Mercedes er geklaut und als Tötungsmaschine benutzt hat. Sein nächstes Opfer ist der damalige Ermittler Bill Hodges. Ihn will er als nächstes in den Selbstmord treiben und im Anschluss seine nächste Tat begehen. Die Tat, die ihn in aller Munde bringen wird und ihn in die Geschichtsbücher eingehen lassen wird…

Mein Fazit:

Eine sehr gute und spannende Story! Stephen King hat mich an dieses Buch gefesselt und es sogar in meine Träume geschafft! Das war keine gute Nacht…
Band zwei werde ich mir zeitnah zulegen und in mein Bücherbuch ist ein neuer Autor eingetragen. Ich habe mich nicht eine Sekunde lang gelangweilt oder das Gefühl gehabt, dass es langatmig und zäh wäre. Eine Leseempfehlung meinerseits an Thriller-Fans!

Ein Gedanke zu “Stephen King – Mr. Mercedes

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