Mo Hayder – Haut

Mo hayder haut

Haut von Mo Hayder 

Goldmann Verlag  

Erschienen 2009

 384 Seiten

 

 

 

Haut ist der vierte Band in der Reihe um Detective Inspector Caffrey. Bis hier hin hat mir die Reihe auch sehr gut gefallen, allerdings würde ich Haut nicht unbedingt als den stärksten Band bezeichnen. Aber nun erstmal zur Geschichte.

In Bristol wird eine Frau vermisst und als man ihre Leiche findet, deutet im ersten Moment alles auf Selbstmord hin. Allerdings fallen Cafferey ein paar Ungereimtheiten auf, die ihn an einem Selbstmord zweifeln lassen und diese Zweifel bestätigen sich, als eine weitere Tote gefunden wird. Gemeinsam mit der Polizeitaucherin Flea Marley versucht er diese Fälle zu lösen, aber er kann sich einfach nicht zu hundert Prozent auf diesen Fall konzentrieren, weil er noch immer gedanklich in seinem letzten Fall hängt. Cafferey hat das Gefühl, dass der Tokoloshe – ein Wesen, dem im Afrikanischen Zauberkräfte nachgesagt werden – noch immer unterwegs ist und ihn verfolgt. Gleichzeitig hat auch Flea mit einem wahren Albtraum zu kämpfen. Sie findet in ihrem Kofferraum eine Leiche und sie hat sie dort definitiv nicht platziert. Und als wenn das nicht schon genug sei, so handelt es sich dabei um eine Frau, nach der die Polizei sucht.

Zwischen dem dritten Band und dem vierten Band sind bei mir bestimmt zwei Jahre vergangen. So fehlt mir ein wenig die Erinnerung an den vorangegangen Fall. Da Jack Cafferey aber gedanklich noch in diesem Fall hängt und auch weiter darin ermittelt, hätte ich mich über eine kleine Wissensauffrischung gefreut. Zumal es gleichzeitig so ist, dass in zwei, drei Sätzen noch einmal kurz darauf eingegangen wird, dass Cafferey bis heute mit dem Verschwinden seines Bruders zu kämpfen hat.

Nun gut, daran will ich mich aber nicht aufhängen. Etwas anstrengender ist allerdings, dass es man zwei mehr oder weniger parallele Handlungsstränge hat, die sich teilweise ein wenig berühren, aber eigentlich so recht nichts miteinander zu tun haben. Dadurch wird das Lesen manchmal ein wenig sperrig. Was mir jedoch ziemlich auf den Keks ging war Fleas Verhalten. Sie dümpelt auf sehr umständliche und nervige Weise mit der Leiche und den Gedanken an ihre Entsorgung herum und lässt sich dann auch noch von der Freundin ihres Bruders erpressen. Spannung kommt in diesem Handlungsstrang einfach gar nicht auf, sondern nur ein andauerndes Kopfschütteln auf Seiten des Lesers. Flea ist somit nicht meine liebste Figur und macht sich einfach nur lächerlich.

Leider fehlt es diesem Buch an den typischen Spannungsmomenten, die man sonst von den anderen Büchern von Mo Hayder kennt. Aber jeder darf mal einen schlechten Tag haben und nicht jedes Buch kann immer eine Spannungsbombe sein. Ich werde trotzdem die Reihe weiter lesen und kann sie auch empfehlen. Allerdings würde ich mit dem ersten Band anfangen, was bei Reihen ja eh immer sinnvoll ist und idealer Weise natürlich auch ohne große Pause zwischen den einzelnen Bänden.

Abschließend wie immer der Hinweis, nicht nur das große A kann schnell Bücher liefern, sondern auch jede Buchhandlung und deshalb hier auch wieder der Link zum Buch

Mo Hayder – Haut

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s