Nataly Savina – Love Alice

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Love Alice von Nataly Savina

Beltz & Gelberg Verlag

Erschienen 2013

154 Seiten

 

 

 

Dieses Buch war ein Sportankauf, der aufgrund des Covers geschah. Ich habe das hübsche Cover gesehen und fand, dass der Klappentext vielversprechend klingt und so durfte es bei mir einziehen.

Worum geht es?

Alice ist die Tochter einer bekannten Opernsängerin, was bedeutet, dass sie sehr oft umziehen und Alice so eigentlich nie Freundschaften schließen kann. Nun steht ein weiterer Umzug an und das bedeutet mal wieder eine neue Schule. Im Prinzip hat Alice sich schon damit abgefunden mit ihrer Mutter eine kleine Einheit zu bilden und nie eine feste, dauerhafte Freundschaft eingehen zu können. Doch dann lernt sie die etwas sperrige Kristin kennen, die sich selbst Cherry nennt und auch nur so genannt werden möchte. Cherry lebt mit ihrem alkoholkranken Vater alleine, der sie über alles liebt und immer sein Bestes gibt. Langsam freunden die beiden sich miteinander an und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Und so langsam aber sicher scheint sich bei den beiden etwas mehr als eine normale Freundschaft zu entwickeln, was die beiden leicht verwirrt.

Alice Mutter sagt ihr immer wieder, dass man ohne Gefühle nicht leben kann, aber eben auch diese Gefühle einen verletzbar machen und genau das ist es um das es in diesem kleinen Buch geht. Alice Gefühle sind es, die sie am Ende fürchterlich verletzen.

Mein Fazit:

Es ist ein kleines, kurzes Buch, dass sich ideal für Zwischendurch eignet. Die Geschichte liest sich sehr gut und auch wenn man dem Jugendalter entwachsen ist, kann man es trotzdem sehr gut lesen. Allerdings fand ich das Ende voraussehbar und etwas schade. Ich glaube, dass man durchaus ein anderes Ende hätte wählen können, das auch besser insgesamt zur eigentlichen Thematik gepasst hätte.

 

Kai Meyer – Die fließende Königin

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Die fließende Königin von Kai Meyer 

Heyne Verlag 

Erschienen 2004

271 Seiten

 

 

 

 

Kai Meyer zählt zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren und mittlerweile habe ich bereits das eine oder andere Buch von ihm gelesen. Bis jetzt haben mir wirklich alle gefallen und da reiht sich selbstverständlich die Merle-Trilogie mit ein.

Die fließende Königin ist der der erste Band und ich war einfach von der ersten Seite an verliebt.

Merle ist ein Waisenkind und lebt in einem fantastischen Venedig um 1900. Gemeinsam mit der blinden Junipa, die aus einem anderen Waisenhaus kommt, geht Merle bei Arcimboldo in die Lehre. Arcimboldo hat eine Spiegelwerkstatt und neben Merle und Junipa sind noch drei weitere Jungs in der Lehre. Gleich zu Beginn lernen die beiden Unke kennen, die gute Seele des Hauses. Unke trägt eine Maske vor ihrem Mund und scheint damit ein Geheimnis zu verbergen.

In der ersten Nacht wird Merle von einem Geräusch im Hof wach und als sie aus dem Fenster schaut, sieht sie wie Unke in den Brunnen steigt. Über Unke Verhalten verwundert, möchte Merle es direkt Junipa erzählen, aber sie ist gar nicht in ihrem Bett und so macht Merle sich auf die Suche nach ihr. Merle findet Junipa in der Werkstatt von Arcimboldo und zu ihrem Erstaunen stellt sie fest, dass Junipa sehen kann. Arcimboldo hat ihr Spiegelaugen eingesetzt.

Aber Venedig selbst wird von den Ägyptern bedroht und das Einzige was es momentan noch vor der feindlichen Übernahme schützt, ist die fließende Königin. Allerdings weiß keiner genau wer oder was die fließende Königin ist. Eines Abends findet Merle heraus, dass es einige Stadträte geschafft haben, die Essenz der fließenden Königin zu fangen und wollen diese an die Ägypter verkaufen. Das kann Merle nicht zulassen und so entwendet sie in einer waghalsigen Aktion den Stadträten die Essenz und flieht vor ihnen, weil nur sie jetzt noch Venedig retten kann. Und damit beginnt ein wunderbares Abenteuer mit jeder Menge Meerjungfrauen, Wesen aus der Hölle und einem fliegenden steinernen Löwen.

 

Kai Meyer hat es geschafft mich von der ersten Seite an mit seiner Geschichte zu fesseln. Diese Kombination aus Venedig – einem realen Ort – den fantastischen Elementen und Merle, die sich nicht ohne Angst in dieses Abenteuer begibt, hat mir sehr gefallen. Der Schreibstil von Meyer ist sowohl für Kinder und Jugendliche geeignet, als auch für Erwachsene. Einfach ein sehr flüssiger Schreibstil ohne sperrige Passagen, die einen ins Stocken geraten lassen.

Wer also Lust hat in ein altes Venedig zu tauchen, in dem ein junges Mädchen versucht den Zauber der Stadt zu retten, dann ist die Merle-Trilogie ideal dafür.

 

Lesemonat Juni

Eigentlich ist mein Lesemonat Juni fast schon keinen Beitrag wert. Nur vier Bücher habe ich gelesen und davon waren zwei von TKKG, also jetzt auch keine wortreichen Werke.

Also wie gesagt, zwei Bücher von TKKG. Alarm im Zirkus Sarani und Hexenjagd in Lerchenbach waren auch zwei Neuzugänge im Juni, die ich aus der Bücherbox in Barsbüttel mitgenommen habe und da werde ich sie auch wieder hinbringen. Überhaupt kamen meine Neuzugänge im Juni alle aus dieser besagten Bücherbox. Weiterhin einziehen durften Es von Stephen King, Die Alchimistin und Die Geisterseher von Kai Meyer, John Irvings Gottes Werk und Teufels Beitrag und vom Freund gab es Post Mortem – Zeit der Asche von Mark Roderick.

Das sind mal wieder eindeutig mehr Bücher, die einziehen durften, als Bücher, die ich gelesen habe. Für meinen SuB nicht so gut,  aber alle Leseratten kennen das: So viele Bücher, so wenig Zeit!

Ich vermute und hoffe, dass das hier mein kürzester Lesemonat wird. Nun kommen wir also zu  meinen vier gelesenen Bücher:

Stefan Wolf – TKKG Alarm im Zirkus Sarani

Stefan Wolf – Hexenjagd in Lerchenbach

Michael Robotham – Adrenalin

Cassandra Clare – City of Bones

Die letzten beiden Bücher habe ich der wunderbaren Lisa von Exlibris Lisa zu verdanken! Adrenalin habe ich bei ihr auf dem Youtube Kanal gewonnen und Cassandra Clare war eine Empfehlung. Ich hab die beiden Bücher auch echt sehr gerne gelesen und kann es kaum abwarten in den Reihen weiter zu kommen.

Die Reihe von Michael Robotham um Joe O’Loughlin verspricht eine meiner Lieblingsreihen zu werden. Psychothriller sind einfach meine Leidenschaft und wenn dann auch noch der Schreibstil so flüssig ist, dann macht das Freude auf mehr.

Die Bücher von Cassandra Clare hätte ich mich ohne direkte Empfehlung nicht getraut zu lesen. Ich tu mich immer ein wenig schwer damit über mein übliches Genre hinauszugehen. Aber für dieses Jahr habe ich mir eine Erweiterung meiner üblichen Genre vorgenommen und ich bin schon jetzt sehr verliebt in Cassandra Clares Schreibstil. Rezensionen zu beiden Büchern folgen noch die nächsten Tage.

Und jetzt stürze ich mich in einen hoffentlich viel erfolgreicheren Lesemonat Juli!

Ian Rankin – Ein kaltes Herz

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Ein kaltes Herz von Ian Rankin

Goldmann Verlag 

Erschienen 2010 

125 Seiten

 

 

 

 

 

Ian Rankin gehört für mich zu den Autoren, die ich blind kaufe. Er schreibt gute, solide Krimis, die mich bisher immer gut unterhalten haben. So auch dieses Mal. Bei Ein kaltes Herz handelt es sich um eine Kurzgeschichte und ist einfach perfekt für zwischendurch.

Also worum geht es in diesem Buch?

Gravy arbeitet auf dem Friedhof und schnell wird klar, dass Gravy ein wenig zurückgeblieben zu sein scheint bzw autistische Züge aufweist. Er ist ein Herzensguter, der sich seit jeher vom Friedhof magisch angezogen fühlt und sehr glücklich darüber ist dort arbeiten zu dürfen. Als Gray gerade den Friedhof für die Nacht abschließen möchte, erscheint sein „Freund“ Benjy. Wieder einmal bittet er ihn etwas für ihn zu verstecken, aber es ist etwas seltsam an Benjy. Er läuft seltsam gekrümmt, röchelt irgendwie und bittet Gravy darum ihn zu verstecken. Gravy wundert sich zwar über sein Verhalten, aber versteht bis zu dem Moment als Benjy tot am Boden liegt nicht, was eigentlich los ist. Und auch dann erkennt Gravy eigentlich nur, das Benjy tot ist und voller Blut. Und so steckt er plötzlich in einem Fall eines schilfgelaufenen Überfalls, Mafia-ähnlichen Verhältnissen und polizeilichen Ermittlungen.

Ich brauchte eine wenig um in den Schreibstil reinzufinden. So geht es mir bei Kurzgeschichten aber immer. Nachdem ich allerdings reingefunden hatte, habe ich das Buch auch direkt durchgelesen. Ian Rankin schafft es in diesem Buch Liebhaber von Krimis und Kurzgeschichten gleichermaßen auf ihre Kosten kommen zu lassen. Die Ermittlungsarbeiten wirken nicht allzu sehr konstruiert und recht plausibel. Viel interessanter fand ich aber die Geschichte um die eigentlichen Verbrecher herum. Wie alles miteinander verwoben und verworren ist.

Dieses Buch eignet sich ideal für zwischendurch oder um es in der Handtasche mitzunehmen. Insgesamt ein solides Buch, dass aufgrund der Kürze keine Langeweile aufkommen lässt, aber einen auch nicht an den Rand eines Herzinfarkts bringt.

Und hier dann der obligatorische Link zur Buchhandlung meines Vertrauens, für den Fall der Fälle, dass die eigene Buchhandlung es nicht vorrätig hat:

Ian Ranking – Ein kaltes Herz