A. J. Rich – Dein letzter Tag

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Dein letzter Tag von A. J. Rich 

Blanvalet Verlag

Erschienen 2016

348 Seiten 

 

 

 

 

Bisher hatte ich noch nichts von A.J. Rich gehört oder gelesen, aber der Klappentext klang spannend und vorne steht Psychothriller drauf und damit war mir direkt klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich mag Psychothriller enorm gerne, da neben der normalen Thriller-Handlung zusätzlich die Komponente der menschlichen Abgründe hinzu kommt. Das zieht mich einfach magisch an. Zusätzlich zu den entscheidenen Schlagworten ist auch das Cover einfach ein Hingucker. Der dunkle Hintergrund mit den Hundepfoten und dann ganz groß der Titel, der auf der Taschenbuchausgabe auch leicht erhaben ist. Dadurch wird das Ganze auch zu einer haptischen Erfahrung.

Zur Geschichte:

Morgan wohnt gemeinsam mit ihren drei Hunden in einer Dachgeschosswohnung in New York. Als sie eines Tages nach Hause kommt, merkt sie direkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Tür ist nicht abgeschlossen, ihre Hunde sind voller Blut, dass aber nicht von ihnen selbst stammt. Und im Schlafzimmer dann entdeckt sie ihren Verlobten Bennett am Boden, über und über mit Blut bedeckt und tot. Morgan erkennt sofort, dass er offensichtlich über und über mit Bissspuren übersät ist und plötzlich sieht sie ihre drei Hunde in einem ganz anderen Licht. Angst vor ihren eigenen Tieren erfasst sie und sie versteckt sich in ihrem Bad und ruft von da aus die Polizei. Doch damit endet Morgans Albtraum noch lange nicht, er fängt eigentlich erst so richtig an. Als sie versucht Bennetts Eltern zu kontaktieren um ihnen von dem Tod ihres Sohnes zu berichten, kann sie diese nicht finden und auch die Adresse in der Bennett eigentlich wohnt, gibt es nicht. Überhaupt scheint nichts von dem zu stimmen was sie über ihn zu wissen glaubte. Mit wem war sie da verlobt? Und plötzlich taucht eine weitere Verlobte auf. Morgan macht sich auf die Suche nach weiteren Verlobten und auf die wahre Identität von Bennett oder wie auch immer heißen mag. Dabei begibt sich selbst in höchste Gefahr, weil sie zu spät die Wahrheit erkennt.

 

Mein Fazit:

Spannend, spannend, spannend. Das Buch fängt direkt auf einem hohen Spannungslevel an.

Morgan, die ihren toten Verlobten findet, der augenscheinlich von ihren eigenen Hunden ermordet wurde. Der Zweifel an sich selbst und an der Situation als solches, da Morgan sich einfach nicht vorstellen kann, dass ihre Hunde wirklich zu so etwas fähig sind und ihre Versuche ihre Hunde vor dem sicheren Tod zu retten und auch herauszufinden wer eigentlich ihr Verlobter war.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist diese unendliche Liebe und das Vertrauen, dass Morgan trotz allem in ihre Hunde hat und wie sie um sie kämpft. Auch wenn sie dabei nicht immer gewinnt, gibt sie trotzdem nicht auf und versucht ihr Bestes um doch noch etwas zu erreichen. Dann dieser ominöse Verlobte, der ihr ein komplettes Leben vorgespielt hat und wie sie versucht dahinter zu kommen wer er war und welches Spiel er da mit ihr und den anderen Frauen gespielt hat. Für mich war es auch nicht direkt zu durchschauen, wie alles zusammenhängt. Deswegen kam auch nicht eine Minute Langeweile auf, was ganz schnell passieren kann, wenn der Spannungsbogen am Anfang schon direkt hoch angesetzt wird.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Und jetzt ab in die hiesige Buchhandlung und gemeinsam mit dem Buch in die Sonne.

Hier geht’s zum Blanvalet Verlag und hier zum Shoppen Dein letzter Tag: Psychothriller.

Marissa Meyer – Wie Monde so silbern

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer

Carlsen Verlag

Erschienen 2016 

384 Seiten

 

 

 

 

Momentan reizen mich Jugendbücher und Utopien sehr, was unter anderem an dem einen oder anderen Blogger oder Booktuber und vor allem an Instagram liegt. Lange Zeit waren Krimis und Thriller mein absolutes Hauptgenre und nur ganz selten konnte sich da ein Roman einschleichen. Aber ich bin sehr froh, dass ich mich jetzt auch endlich wieder anderen und vor allem mir bisher eigentlich unbekannten Genres widme. Und schon länger stand Wie Monde so silbern auf meiner Wunschliste und da es sehr schwer ist, die gebundenen Ausgaben gebraucht zu ergattern, habe ich mich umso mehr über die Taschenbuchausgabe vom Carlsen Verlag gefreut. Das Cover spiegelt auch wirklich sehr schön die Cinderella-Geschichte wider, die sich dahinter verbirgt.

Wie Monde so silbern ist der erste Teil der Luna-Chroniken und ein wirklich gelungener Start. Cinder lebt, wie soll es anders sein, bei ihrer gemeinen Stiefmutter und deren beiden Töchtern. Cinders Vater lebt nicht mehr und so ist Cinder darauf angewiesen, weiter bei ihrer Stiefmutter zu leben und für diese zu arbeiten. Sie ist nicht nur die unerwünschte Stieftochter, sondern auch noch ein Cyborg, also eine Mischung aus Maschine und Mensch. Dadurch ist sie in der Gesellschaft nicht sehr anerkannt und wird von denen gemieden, die um ihren „Zustand“ wissen, was allerdings nicht sehr viele Menschen sind.

Um das Geld für den Haushalt zu verdienen, arbeitet Cinder auf dem Markt und eines Tages steht plötzlich Prinz Kai vor ihr und bittet sie um Hilfe. Selbstverständlich versucht sie alles um ihm bei seinem Problem helfen zu können, aber da kommt ihr erstmal die Blaue Pest in die Quere, die auf dem Markt ausbricht und später auch bei Cinders Schwester. Aber was hat das alles mit Cinder zu tun und vor allem mit der Königin von Luna?

 

Mein Fazit:

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und die nächsten Teile werden auch zeitnah gelesen. Schließlich will ich ja wissen, wie das Ganze weiter geht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen und man hat keineswegs das Gefühl in einem Jugendbuch unterwegs zu sein, dass sich auch wirklich nur für solche eignet. Jeder kennt die Geschichte von Aschenputtel/Cinderella und welches kleine Mädchen hat nicht auch schon mal von einem Prinzen geträumt? Diese Geschichte als Ausgangsbasis, gepaart mit der utopischen Welt und den technischen Aspekten macht dieses Buch so liebens- und lesenswert.

Von mir eine klare Leseempfehlung an alle, die sich im Young Adult Bereich wohl fühlen und auch diejenigen, die gerne noch einmal von einem Prinzen träumen wollen.

Link zum Verlag: www.carlsen.de/

 

Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern

Chris Carter – Der Totschläger

ccdtDer Totschläger von Chris Carter

Ullstein Verlag

Erschienen 2014

464 Seiten

 

 

 

 

Chris Carter ist einer meiner liebsten Autoren im Thriller-Bereich. Bis jetzt habe ich jedes Buch von ihm direkt verschlungen und wurde noch nie enttäuscht. Aber seine Bücher sind definitiv nichts für schwache Nerven und das hat mir Der Totschläger wieder deutlich bewiesen.

Der Totschläger ist der fünfte Band in der Reihe um Robert Hunter und Carlos Garcia und hat es definitiv wieder in sich. Hunter erhält einen Anruf eines Unbekannten, der ihn dazu auffordert eine bestimmte Internetseite aufzurufen. Auf dieser Seite befindet sich eine Videoübertragung, die einen gefesselten Mann in einem Glaskasten mit Rohren zeigt. Der Anrufer fordert Hunter auf sich für die Todesart zu entscheiden: Feuer oder Wasser. Natürlich möchte sich Robert Hunter für keine der beiden Varianten entscheiden und versucht durch Reden den Täter davon zu überzeugen, dass er den Mann am Leben lassen soll und gleichzeitig möchte er dem Team die Möglichkeit bieten, den Anrufer zu orten. Beides klappt nicht und Hunter entscheidet sich notgedrungen für das Wasser, weil es die „angenehmere“ Todesart ist. Doch damit liegt er definitiv falsch, wie ihm der Anrufer demonstrieren wird. Und es bleibt auch nicht bei diesem einen brutalen Mord, bei dem ein unschuldiger Mann ums Leben kommt. Gemeinsam machen Hunter und Garcia sich auf die Suche nach einem weiteren kranken Mörder, der bereits sein nächstes Opfer im Visier hat.

Als Leser kann man sich auch nicht über mangelnde realistische Darstellung beschweren. Die eine oder andere Stelle ist wieder gewohnt bildlich geschrieben und lässt sanfte Gemüter bestimmt schlecht schlafen. Mir hat dieses Buch aber wieder sehr, sehr gut gefallen, auch wenn ich zwischendurch doch hin und wieder schlucken musste. Die Spannung am Ende war wieder sehr nervenzerreissend und ich bin schon sehr auf den sechsten Teil gespannt, der ja vor Kurzem erschienen ist.

Der Totschläger: Thriller (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 5)

 

 

Caragh O’Brien – Die Stadt der verschwundenen Kinder

Die Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh M OBrien

Die Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh O’Brien

Heyne Verlag

Erschienen 2011

462 Seiten

 

 

 

 

Schon so einige Zeit stand Die Stadt der verschwundenen Kinder auf meiner Wunschliste und endlich habe ich es geschafft es zu lesen. Momentan habe ich auch wieder große Lust auf Dystopien und deswegen ist auch nicht verwunderlich, dass ich es in zwei Tagen gelesen habe.

Gaia ist Hebamme und als diese ist sie verpflichtet der Enklave jeden Monat die ersten drei Babys zu bringen, denen sie auf die Welt hilft. Im Prinzip hinterfragt sie diese Pflicht nicht, denn im Dorf gilt es sogar als Ehre sein Kind der Enklave zu übergeben. Dort erhalten diese Babys  eine neue liebevolle Familie, eine hervorragende Schulbildung und haben fließend Wasser und Strom. Auch Gaias Brüder wurden der Enklave hervorgebracht. Erst als Gaias Eltern von der Enklave abgeholt und gefangen genommen werden, fängt sie an das System zu hinterfragen und schleicht sich heimlich in die Enklave. Dort trifft sie auch wieder auf den Mann, der nach dem Verschwinden ihrer Eltern in ihrem Haus gewartet hat. Seargent Leon Grey. Leon fängt an immer wichtiger für sie zu werden, denn da er der Sohn des Protektors ist, weiß er wo sich Gaias Mutter befindet und auch zwischenmenschlich tut sich einiges bei den beiden. Aber Gaia ist sich nicht sicher, ob sie Leon vertrauen kann und ist von diesem Gefühl immer wieder hin und her gerissen.

Für mich war es einfach ein wunderbares Buch. Ich habe mit Gaia mitgelitten und mitgefiebert. Wobei ich Leon schneller vertrauen konnte als sie. Der Schreibstil liest sich sehr gut und auch als Erwachsener macht es sehr viel Spass. Dystopien finde ich eh immer sehr interessant zu lesen. Auf jeden Fall von mir eine Leseempfehlung an alle die auf Young/New Adult stehen.

Und hier der obligatorische Link zum Kauf:

Caragh O’Brien – Die Stadt der verschwundenen Kinder

Lesemonat Juli

Im Juli habe ich wieder mal mein normales Pensum geschafft. Allerdings glaube ich auch, dass da das eine oder andere Buch mehr auch drin gewesen wäre. Aber sechs Bücher bringen mich meinem Jahresziel auf jeden Fall wieder ein gutes Stück näher. Gleichzeitig habe ich es diesen Monat beim Thema Neuzugänge auch ein wenig krachen lassen. Insgesamt habe ich um die 15 neuen Bücher einziehen lassen, aber zu meiner Verteidigung muss ich anbringen, dass ich beim Bücherflohmarkt der Bücherhallen zugeschlagen habe und da kostet jedes Buch nur einen Euro. Und ein Rezensionsexemplar war auch dabei. Für meinen SuB trotzdem nicht unbedingt gut, aber auch da habe ich ordentlich aussortiert.

Aber nun zu meinen gelesenen Büchern.

Gestartet bin ich mit dem ersten Teil einer Trilogie und zwar Die Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh O’Brien. Diese Bücher standen schon lange auf meiner Wunschliste und umso mehr habe ich gefreut als ich die ersten beiden auf dem Bücherflohmarkt gefunden habe. Und ich war auch sehr begeistert von diesem Buch. Gaia ist Hebamme und jeden Monat müssen die ersten drei Babys an die Stadt hinter der Mauer übergeben werden. Dieses Gesetz hinterfragt Gaia nie, bis ihre Eltern plötzlich verschwunden sind und sie sich auf die Suche nach ihnen macht und so versucht ungesehen in die Stadt zu gelangen. Dort trifft sie in eine komplett andere Welt. Gaia bringt sich selbst in Gefahr bei dem Versuch wenigstens ihre Mutter zu retten.

Als nächstes gab es für ein wirklich kurzes Buch mit einer erstmal vielversprechenden Geschichte. Love Alice von Natale Savina ist eine schöne Geschichte um eine aufregende Liebe und zwei junge Mädchen. Nett für Zwischendurch und gut für den Lesemonat. Meine Rezension findet ihr hier (klick).

Buch Nummer drei war Buch Nummer zwei in der Trilogie um Gaia. Das Land der verlorenen Träume hat mir auch wieder sehr gut gefallen und mich ans Buch gefesselt. In diesem Teil begibt Gaia sich auf die Suche nach dem Toten Wald, von dem keiner wirklich weiß ob es ihn tatsächlich gibt. Die Reise ist sehr gefährlich, denn schon bald geht Gaia die Nahrung für ihre neugeborene Schwester aus. In letzter Sekunde wird sie von einem Reiter gerettet und in eine Stadt gebracht, die sehr strikte Regeln hat. Gaia fällt es sehr schwer sich zu Beginn an diese Regeln zu halten, denn ihr wird ihre kleine Schwester weg genommen und der Kontakt untersagt. Aber Gaia gibt sich nicht so schnell geschlagen und kämpft um ihre Schwester. Drei Teil muss ich auch unbedingt bald lesen.

Weiter ging es mit einem kurzen Krimi von Ian Rankin. Ein kaltes Herz hat mir gut gefallen, da es zwar wirklich kurz war, aber die Ermittlungsarbeit und die Geschichte an sich nicht zu schnell und zu unrealistisch war. Idealer Krimi für zwischendurch und meine Rezension dazu findet ihr hier (klick).

 

Mit den Reihen habe ich  es momentan. Aber wenn ich mit einem Teil durch bin, will ich auch immer direkt mit dem nächsten Teil weiter machen und dem nächsten und dem nächsten. So geht es mir gerade mit den Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare. Im Juli war der zweite Band dran und zwar war das City of Ashes. Ich bin Clary und Jace einfach verfallen und ich bin schon jetzt ein wenig traurig, wenn ich daran denke, dass ich mich in vier Büchern von ihnen trennen muss. Den dritten Teil lese ich aktuell schon und die nächsten Teile befinden sich auch schon auf meinem iPad. Jetzt bin ich schon auf der Suche nach den Büchern, natürlich nur die gebundene Ausgabe. Der Monk in mir ist schon ganz nervös.

Und zu guter letzt noch ein weiterer Roman, der definitiv in die Kategorie Kurzgeschichte fällt und das ist auch gut so. Die Leseprobe zu Cooper gefiel mir so gut, aber leider hat es das Buch nicht geschafft mich zu überzeugen. Vielleicht auch einfach die falsche Jahreszeit dafür, aber eine Rezension habe ich bereits verfasst und die könnt ihr hier (klick) nachlesen.

Das war es dann schon mit meinem Lesemonat. Meine Neuzugänge werde ich dieses Mal weg lassen, da es einfach den Rahmen sprengen würde, aber ich denke im nächsten Monat werden es deutlich weniger sein, dann kann ich wieder ein paar Worte dazu verlieren.

 

Eberhard Rathgeb – Cooper

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Cooper von Eberhard Rathgeb

Hanser Literaturverlag

Erschienen 2016

138 Seiten

 

 

 

Bisher war mir Eberhard Rathgeb kein Begriff, aber ich habe die Leseprobe zu Cooper gelesen und war sehr angetan.

Eine kleine Familie hat ein Haus auf dem Land gekauft, aber was sie nicht ahnen, das Schicksal wird sie bald auf grausame Weise einholen. Bei einer Tankpause treffen die Kinder auf eine kleine Katze, die nur ein Auge hat und trennen sich nur ungern von ihr. Gleichzeitig scheint in diesem Dorf kein anderer Mensch zu sein, die Tankstelle scheint gerade nicht besetzt und auf der Suche nach jemandem, begibt sich der Vater in die Werkstatt. Dort steht plötzlich ein Junge, der komisch grinst und so schnell er da war, so schnell ist dieser auch wieder verschwunden. Endlich ist der Tankwart da und als der Vater diesen darauf anspricht, reagiert der Tankwart irgendwie seltsam. Der Vater verdrängt dieses komische Erlebnis jedoch schnell wieder und die Fahrt zum neuen Haus geht weiter. Am nächsten Tag geht der Vater mit den Töchtern an den See, während die Mutter Zuhause bleibt und Fenster putzen will und genau da schlägt das Schicksal zu.

Meine Meinung:

Die Leseprobe gefiel mir wirklich sehr gut, da sie etwas irgendwie beklemmendes und spannendes und einen Hauch von etwas Übernatürlichem hatte. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass Buch hat doch eine ganz andere Wendung genommen und ich bin irgendwie auch ein wenig enttäuscht oder frustriert. Ich hatte eine ähnliche Geschichte wie Tony & Susan von Austin Wright erwartet und vermutlich liegt darin das Problem. Die Richtung die das Buch nahm war schlichtweg nicht meins. Es war auf keinen Fall schlecht und vielleicht weiß ich auch einfach ein Buch, dass ich getrost als Literatur bezeichnen kann, nicht zu schätzen, aber es war einfach nicht meins. Meine Erwartung war eine andere und am Ende hatte ich ein wirklich deprimierendes Buch, dass das Schicksal und seine Folgen für eine Familie zeigt. Kurz und knapp auf nur 138 Seiten zwei Schicksalsschläge und deren Folgen ohne Schnörkelei. Auch der Schreibstil ist sehr nüchtern ohne unnötigen Schnickschnack, Anführungszeichen und direkte Rede.

Insgesamt also ein Buch auf das man definitiv Lust und die richtige Stimmung haben muss. An einem kalten Wintertag, bei Kaminfeuer und einem Glas Rotwein wirkt das Buch bestimmt auch anders. Vielleicht lese ich es dann einfach noch mal und schaue wie es dann auf mich wirkt.

Wen ich aber bis hierhin noch nicht abgeschreckt habe, der kann es hier bestellen:

Cooper: Roman

 

 

Michael Robotham – Adrenalin

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Adrenalin von Michael Robotham

Goldmann Verlag

Erschienen 2011

444 Seiten

 

 

 

Adrenalin ist der erste Band der Reihe um Joe O’Loughlin und damit der Beginn einer tollen Reihe. Ich hatte großes Glück als ich dieses Buch bei Exlibris Lisa gewonnen habe. Sie hat mir damit einen weiteren tollen Autor in mein kleines pinkes Bücherbuch gebracht. Und damit noch mehr das Gefühl, dass es zu viele tolle Bücher und viel zu wenig Zeit gibt! Wo ist die einsame Insel, wenn man sie braucht?

Aber nun lieber mal zur Story.

Joe O’laughlin ist Psychologe und wird direkt zu Anfang zu einem höchst nervenaufreibendem Fall gerufen. Ein schwerkranker Teenager sitzt auf dem Dach eines Krankenhaus und droht zu springen. Allerdings wäre O’Loughlin kein guter Psychologe und der Protagonist einer so beliebten Reihe, wenn er es nicht schaffen würde, den Jungen zu retten. Diese Rettungstat geht aber nicht ohne Ärger einher, denn seine Frau ist alles andere als davon begeistert, dass er sich in diese äußerst gefährliche Situation begeben hat. Er hat nicht nur Frau und Tochter, sondern auch Parkinson und solche Adrenalin bringenden Aktionen sind natürlich nicht gut für seine Gesundheit. Seine Erkrankung ist immer mal wieder Thema im Lauf des Buches und irgendwie ist es auch genau das, was ihn als Person auch so interessant macht. Er ist sich dieser Krankheit bewusst, wird auch oft genug dadurch behindert, auch wenn sie noch ganz am Anfang ist und ist sich dadurch aber auch so sehr dem Glück bewusst, dass er mit seiner Familie hat. Endlich mal ein Protagonist, der nicht Single ist und ein Alkoholproblem hat.

Aber der Teenager auf dem Dach ist schnell gerettet und danach erst startet die eigentliche Story. Zufällig sieht O’Loughlin die Bergung einer Leiche mit an und erfährt kurze Zeit später, dass es sich dabei um eine ehemalige Patientin von ihm handelt. Problem dabei ist, dass diese Patientin ihn einmal wegen sexueller Belästigung angezeigt hat, weil er ihre Avancen nicht annehmen wollte. Sie hat diese Anzeige umgehend wieder zurück genommen, aber genau diese Anzeige ist es, die ihn in das Visier der Polizei bringt. Der ermittelnde Polizist glaubt ihm schlichtweg kein Wort, denn im Kalender der Frau finden sich ein Termin mit seinen Initialen genau an dem Tag als sie offensichtlich starb bzw. ermordet wurde.

Während O’Loughlin versucht seine Unschuld zu beweisen – wobei er sich dabei immer weiter hinein reitet – scheint sein bester Freund sich an seine Frau ran zu machen. Dieser ganze Fall reibt O’Loughlin enorm auf und lässt ihn tief in der Vergangenheit graben um diesen Fall aufzudecken und den waren Täter zu finden. Und je näher er dieser Lösung kommt, desto mehr wird ihm bewusst, dass er da in etwas hineingeraten ist, dass so verstrickt ist, dass es wirklich unglaublich erscheint. Aber am schlimmsten ist, dass er erahnt, dass seine Familie in höchster Gefahr schwebt.

 

Meine Meinung:

Der Name ist Programm. Mich hatte Robotham ab der ersten Seite. Er hätte diesen Psychothriller nicht besser starten können und mich damit auch direkt gefesselt. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und wie bereits am Anfang erwähnt: das war lange nicht meiner letzter Michael Robotham! Ich kann diese Reihe bereits jetzt wärmstens empfehlen und am sinnvollsten wird es natürlich sein mit dem ersten Band anzufangen,

Und damit das auch direkt losgehen kann, ab in die Buchhandlung eures Vertrauens oder den folgenden Link nutzen:

Michael Robotham – Adrenalin