Manfred Mai – Wunderbare Möglichkeiten

wunderbareWunderbare Möglichkeiten von Manfred Mai

Fabulus-Verlag

Erschienen 2016

125 Seiten

 

 

 

 

Auch wenn Wunderbare Möglichkeiten per se ein Kinderbuch ist, so ist es doch auch etwas für Erwachsene. In diesem Buch begleiten wir Maximilian, der gerne liest, weniger gerne Fußball spielt und sich mit Fragen beschäftigt, für die er noch zu „jung“ ist.
Und genau diese Einstellung der Erwachsenen stört Maximilian gewaltig. Er versteht gar nicht, warum er zu jung dafür sein soll, sich Gedanken darüber zu machen ob das Leben nach einem festen Plan verläuft oder es tatsächlich Zufälle gibt. Er versteht auch nicht warum sein Vater jeden Tag zu einer Arbeit geht, die ihn offensichtlich unglücklich macht. Die Antwort seines Vaters, dass diese Firma ihn eben eingestellt hätte, zählt für Maximilian auch nicht, denn da wären bestimmt auch andere Firmen, die seinen Vater einstellen würden.
Seinen Eltern wäre es viel lieber, wenn Maximilian mehr für die Schule tun würde oder wenigstens altersgerechte Bücher lesen würde. Krimis oder sowas. Einzig von seinem Onkel fühlt Maximilian sich ernst genommen und deswegen geht er mit Fragen und Gedanken möglichst oft zu ihm.

Das Buch  ist ein wenig wie eine kleinere Version von Sofies Welt, gespickt mit ein wenig Schmetterlingen im Bauch. Der Schreibstil ist kindgerecht, aber nicht kindisch. Die Thematik ist für Kinder genauso geeignet wie für Erwachsene. Ich habe dieses Buch vom ersten Anblick an in mein Herz geschlossen. Das Cover auf dem Maximilian ein Buch vor Augen hält, wie ein Fernglas ist schon so schön. Und dann die Geschichte löst in mir einfach ein „Hach“ aus. Ein wunderbares Buch!

Manfred Mai – Wunderbare Möglichkeiten

Karin Slaughter – Letzte Worte

Letzte Worte von Karin Slaughter

Letzte Worte von Karin Slaughter

Blanvalet Verlag

Erschienen 2012

512 Seiten

 

 

 

Lange, lange habe ich pausiert mit den Büchern von Karin Slaughter. Das lag schlichtweg daran, dass es einen Handlungsstrang gab, den ich wirklich sehr schlimm fand. Mir ist Sara Linton sehr ans Herz gewachsen und als dann ihr Mann starb, wollte ich einfach nicht weiter lesen. Aber mir wurde nahegelegt, dass es sich wirklich lohnt weiter zu machen und gemeinsam mit Sara den Weg in ein neues Leben zu gehen. Hach ja, selten mochte ich Protagonisten so gerne. Also geht es für mich nun weiter.

In Letzte Worte ermitteln wir gemeinsam mit Sara Linton und Will Trent. Sara kehrt über die Feiertage zurück in ihre Heimatstadt und kämpft gegen die schmerzhaften Erinnerungen. Sie meidet den Weg an ihrem alten Haus vorbei und auch die Schwangerschaft ihrer Schwester erinnert sie an ihren Verlust. Doch gleich zu Beginn wird Sara von der Polizei um Hilfe gebeten. Einer ihrer alten Patienten befindet sich in Gewahrsam, weil er des Mordes verdächtigt wird. Allerdings handelt es sich dabei um einen jungen Mann, der geistig behindert ist. Als Sara im Revier ankommt, ist er tot. Selbstmord. Schnell ist ihr klar, dass das Geständnis erzwunden sein muss und von niemand geringerem als Lena Adams, der Sara die Schuld an dem Tod ihres Mannes gibt. Sara will, dass Lena endlich aus dem Verkehr gezogen wird und bittet daher das GBI um Hilfe und so kommt Will Trent dazu. Will versucht heraus zu finden, was sich wirklich ereignet hat, als ein zweiter Mord passiert und es eindeutig klar ist, dass der vermeintliche Mörder es nicht gewesen sein kann.

Mein Fazit:

Ich mag Sara. Ich mag Will. Ich mag dieses Buch. Viele kritische Stimmen habe ich dazu gelesen und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich zu unkritisch bin oder die anderen sich einfach ein wenig nach dem Mund reden. Karin Slaughter hat einen tollen Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt. Sie schafft es Charaktere zu schaffen, die einem schnell sympathisch werden. Natürlich mag es ein wenig weit daher geholt sein, dass Will Trent bedingt durch seine Legasthenie kaum Lesen kann und es trotzdem zum GBI geschafft, aber das ist ein Detail an dem ich mich nicht festnagen möchte. Das Buch ist spannend gestartet und ich fand es einen guten Wiederienstieg in die Reihe. Alle wichtigen Personen waren da, es wurde auf den Verlust von Jeff Tolliver eingegangen, aber nicht zu viel. Manchmal sind die Morde ein wenig aus dem Fokus gerückt, aber das Ende hat das eindeutig wieder gut gemacht. Ich wäre nicht auf den Täter gekommen und die Vertuschungsarbeit der hiesigen Polizei hat da ganze Arbeit geleistet. Für mich geht es in der Reihe ab jetzt wieder weiter und wer damit noch nicht angefangen hat: LOS! HOPP!

 

Letzte Worte: Thriller (Georgia-Serie, Band 2)

Frank Goldammer – Der Angstmann

angstmann

Der Angstmann von Frank Goldammer

dtv Verlag

Erscheint 23. September 2016

336 Seiten

 

 

 

 

Der Angstmann ist ein Krimi, der in Dresden 1944 spielt, also zum Ende des Krieges. Das war das Szenario was mich auch an diesem Buch so reizte. Noch nie hatte ich einen Krimi gelesen, der während eines Krieges spielte und ich fand diese Idee sehr spannend.

Kriminalinspektor Max Heller wird zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche gerufen, die von zwei Jungen gefunden wurde. Ziemlich schnell geht das Gerücht um, dass der Angstmann der Täter sei. Der Angstmann schleicht nachts umher und tötet Frauen, doch bald wollen die Leute ihn auch hören, wenn sie alle zu den Bombenalarmen in den Kellern verstecken. Max Heller will nicht an dieses Hirngespinst glauben und bleibt vehement bei seiner Meinung, dass es sich dabei um kein Phantom sondern um die schrecklichen Taten eines Menschen handelt. Weitere Morde geschehen und Heller versucht sein Möglichstes um den Mörder zu finden. Was sich als nicht so einfach gestaltet, denn immer wieder werden Kollegen an die Front abgezogen oder es mangelt an den einfachsten Dingen. Im Februar 1945 dann wird Dresden in einem fürchterlichen Bombenhagel zerstört und man glaubt, dass auch der Angstmann dabei ums Leben kam, aber das ist ein Trugschluss…

Mein Fazit:

Frank Goldammer hat einen tollen Schreibstil und schafft es direkt den Leser in die Szenerie eines Dresdens 1944 einzufangen. Ich hatte keine Probleme mich in die Geschichte einzufinden. Max Heller ist ein sympathischer Mann, der dem Regime nicht treu ergeben ist und die nahenden Probleme der Zeit erkannt hat. Die Darstellung des Krieges und den damit einhergehenden Problemen wie Flüchtlingsströme und mangelnde Nahrung, sind sehr gut dargestellt.Allerdings muss ich einfach sagen, dass es nicht mein Buch war. Zeitweise fehlte mir die Verknüpfung zwischen dem Kriminalfall und den anderen Schauplätzen. Die Bombennacht 1945 ist sehr szenisch dargestellt und wirkt sehr realistisch, aber nimmt auch einen wirklich großen Platz innerhalb des Buches ein und der eigentlich Fall geht dabei, meiner Meinung nach, unter.
Es ist ein solider Krimi und bestimmt interessant für Leser, die sich für diese Kriegsthematik interessiert, aber mir streckenweise zu wenig Krimi und zu viel Roman.

Der Angstmann: Kriminalroman

Delphine de Vigan – Nach einer wahren Geschichte

nacheinerwahrengeschichteNach einer wahren Geschichte von Delphine de Vigan

Dumont Verlag

Erschienen 2016

347 Seiten

 

 

 

 

Mit diesem Buch hat mich ein wirklich besonderes Buch erreicht, das ich kaum aus der Hand legen wollte. Es ist ein perfektes Spiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Delphine ist Schriftstellerin und hat gerade ihren neuen Roman veröffentlicht. Auf einer Party lernt sie L. kennen, die Ghostwriterin ist und ist direkt von ihr fasziniert. L. strahlt alles aus was Delphine an anderen Frauen beneidet und wovon sie glaubt, dass sie es nicht hat. Die beiden freunden sich an und verbringen von nun an viel Zeit miteinander. Delphine beginnt kurz nach der Veröffentlichung ihres neuen Buches Probleme mit dem Schreiben zu entwickeln, von denen sie allerdings niemandem erzählt. Zunächst äußert sich das Ganze dadurch, dass sie sich nicht in der Lage fühlt sich an ein neues Buch zu setzen. Doch immer an ihrer Seite ist L., die ihr stets versucht zu helfen indem sie ihr Ideen, Ruhe und Unterstützung bietet. Je mehr Zeit Delphine und L. miteinander verbringen, desto weniger Zeit verbringt Delphine mit anderen Freunden und kapselt sich so unbewusst von ihrer Außenwelt ab. Ganz langsam beschleichen Delphine Zweifel an L.

Ein wirklich sehr tolles Buch, dass definitiv zu meinen Highlights in diesem Jahr gehört. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr habe ich mich gefragt ob ich eigentlich einen rein fiktiven Roman lese oder einen autobiografischen Roman. Natürlich spielt dabei der Name Delphine eine große Rolle, denn das ist auch der Name der Autorin. Ich habe im Vorfeld und auch jetzt nicht zu diesem Buch recherchiert, daher weiß ich es auch nicht. Die Leseprobe hatte es mir direkt angetan und ich spreche eine große Empfehlung aus.

 
Nach einer wahren Geschichte: Roman

Lesemonat August

Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie schnell so ein Monat rum ist. Am Anfang des Monats freue ich mich schon darauf meinen Lesemonat zusammen zu fassen und kann es dann immer kaum erwarten. Und auch wenn ich im August nicht viel gelesen habe, fühlt es sich für nicht trotzdem nicht wie eine Leseflaute an. Für mich ging es in diesem Monat plötzlich sehr schnell in mein Praktikum und da musste ich mich auch erst einmal hineinfinden, entsprechend ging dabei ein wenig Lesezeit verloren. Aber am Ende sind es doch noch vier Bücher geworden und jedes davon hat mir wirklich gut gefallen.

Angefangen habe ich mit Der Totschläger von Chris Carter und damit mit einem meiner Lieblingsautoren. Chris Carter schreibt einfach wirklich sehr fiese und spannende Thriller, die selbst mir als eingefleischter Fan des Thriller-Genres manches Mal das Gesicht verziehen lässt. Es war auf jeden Fall wieder sehr spannend und die Rezension dazu gibt es hier.

Als nächstes gab es für das absolute Kontrastprogramm. Wie Monde so silbern von Marissa Meyer ist eine moderne Cinderella-Story und der Auftakt zu den Luna-Chroniken. Ein wirklich schönes Buch, dass ich gerne gelesen habe und mich darin bestärkt hat, doch noch das eine oder andere Buch aus dem Jugendbuchbereich zu lesen. Dieses Genre habe ich in meiner Jugend einfach schlichtweg übersprungen. Meine Rezension dazu ist natürlich auch schon online. <klick>

Danach bin ich meinem Genre aber weiter sehr treu geblieben und es gab nur noch Psychothriller zu lesen. Zum einen hatte ich von Jellybooks das eBook zu Das Glücksmädchen von Mikaela Bley erhalten. Das Buch erscheint erst im Februar 2017 und ich bin am überlegen ob ich meine Rezension jetzt schon veröffentlichen soll oder erst kurz vorher. Es war wirklich ein spannendes Buch und auch ich habe bis zum Schluss nicht gewusst, wer für das Verschwinden von der kleinen Lykke verantwortlich war. Also wer jetzt schon an einer Rezension interessiert ist oder vielleicht mehr zu Jellybooks wissen möchte, schreibt es mir einfach in die Kommentare, dann verfasse ich einen Blogpost dazu.

Mein letztes Buch für den August war Dein letzter Tag von A.J. Rich. Es geht dabei um Morgan, die ihren Verlobten tot in der Wohnung auffindet. Anscheinend von ihren eigenen Hunden zerfleischt. Damit beginnt für Morgan ein Zeit in der sie vieles hinterfragen muss, da ihr Verlobter nicht der war für den er sich ausgegeben hat. Und können ihre Hunde wirklich für seinen Tod verantwortlich sein? So begibt sich Morgan auf eine gefährliche Suche, die sie selbst in große Gefahr bringt. Auch dazu gibt es schon meine Meinung abgetippt. <klick>

Ja, und das war er schon mein Lesemonat August. Eingezogen sind auch einige Bücher, die in erster Linie tatsächlich Rezensionsexemplare waren. Da ist mein kleines Herz jedes Mal vor Freude ganz hoch gehüpft! Ein mal war ich auch wieder im Bücherflohmarkt der Bücherhallen und habe ganz anständig nur vier Bücher mitgenommen. Insgesamt waren neun neue Bücher, von denen ich schon direkt drei gelesen habe. Mein SuB wird dadurch zwar nicht kleiner, aber er wächst auch nicht überproportional.

So und nun geht es direkt fleißig in den September und ich bin schon sehr gespannt was mich da schönes zwischen den Buchdeckeln erwartet.