Jussi Adler Olsen – Verachtung

Jussi Adler-Olsen

Am 10. März erscheint der siebte Band der Reihe um das Sonderdezernat Q und wenn das mal kein Grund ist endlich die letzten mir fehlenden Bände zu lesen. Also ab ins Regalfach mit den ungelesenen Bücher geschaut, Band 5 und Band 6 gefunden und schon gedacht: sportlich! Aber egal, das klappt! Ätschebätsch! Da fang ich mit Band 5 an, schaue mich in meinem Wohnzimmer um und denke: Mist, du hast extra die Bücher von ihm aufs Regal gelegt, die als nächstes dran sind und da liegt eindeutig noch Band 4 der Reihe. Also habe ich mir Band 4 zur Hand genommen und endlich gelesen. Und ich ärgere mich schon fast, dass ich so lange damit gewartet habe!
Jussi Adler Olsen schreibt wirklich sehr gute Krimis, die bestens recherchiert sind und genug Spannung mitbringen. Und auch in diesem Band um Carl Mørk und Assad, gab es wieder Momente, die mich nach Luft schnappen ließen.

Und nun zum Buch:

Nete führt ein wunderbares Leben, dass mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun hat. Sie hat einen tollen Ehemann, der sie sehr liebt, der ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft ist und nichts über Netes Vergangenheit weiß. Zumindest nichts von den unangenehmen Dingen. Doch während eine Abendveranstaltung wird sie auf eine sehr peinliche Weise wieder daran erinnert. Plötzlich steht ein alter Bekannter vor ihr und weil Nete ihn ignoriert, brüllt er ihre Vergangenheit raus. Ihr Ehemann wahrt in der Öffentlichkeit den Schein, aber im Auto verlässt er Nete und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung…

Carl und Assad werden von einem ehemaligen Kollegen gebeten sich um den Fall seiner Schwester zu kümmern. Das Problem dabei – mal abgesehen davon, dass Carl diesen ehemaligen Kollegen nicht ausstehen kann – ist, dass es sich dabei um keinen alten, nie gelösten Fall handelt, sondern um einen sehr aktuellen Fall. Diese Schwester ist Besitzerin gewisser Etablissements und wurde Opfer eines Säure-Angriffs. Schließlich ist es Assad, der Carl dazu bringt sich dem ganzen anzunehmen und so gehen zu dem Verdächtigen und was Carl dort über Assad erfährt, lässt ihn doch ein wenig darüber nachdenken, was Assad eigentlich früher in seinem Leben gemacht hat.
Der Säure-Angriff wird der ausschlaggebende Grund sein, dass das Sonderdezernat Q aufmerksam wird auf einen alten Vermisstenfall, der schlussendlich zu Sprogø, Zwangssterilisationen, einer geheimen Verbindung und Nete führen.

Mein Fazit:

Schon im Lauf des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Thematik um die Insel Sprogø und die Zwangssterilisation auf wahren Begebenheiten beruht. Und dem ist auch so. Ich glaube, dass ist es, was das Buch auch so gut macht. Es ist so verstörend und unfassbar, aber gleichzeitig weiß man auch, dass es nicht abwegig ist. Die verschiedenen Zeitzonen unterstützen die Geschichte sehr, da sie so die aktuellen Ermittlungen um die Begebenheiten der Vergangenheit ergänzen. Besonders das Leben von Nete und die Konsequenzen für ihr gesamtes Leben, die aus den Handlungen und Gesinnungen einiger Menschen resultieren, werden einem sehr nahe gebracht.
Man merkt den Büchern an, dass der Autor viel Zeit und Sorgfalt auf seinen Recherchen verwendet und ich glaube, dass ist auch Teil seines Erfolgs.
Ich bin auch ein großer Fan von Assad und Carl. Ich mag diesen typischen verschrobenen Kommissar, der in Trennung lebt, kein großartiges Privatleben hat und im Prinzip niemanden leiden kann. Assad hat offensichtlich eine bewegte Vergangenheit und strahlt immer diese Gelassenheit aus, die Carl auf die Palme bringt. Schöner Weise haben sich in diesem Band Entwicklungen innerhalb der Charaktere ergeben. Carl merkt, dass ihm die Menschen in seiner Umgebung doch nicht so egal sind, wie er sagt und Assad wiederum ist weniger gelassen, vermehrt aggressiv, aber auf keine unsympathische Weise.
Die Wendung am Ende des Buches macht mich neugierig wie es besonders mit Assad weiter geht und so werde ich mich direkt an den nächsten Band machen.


verachtung

Verachtung von Jussi Adler-Olsen

dtv Verlag

Erschienen 2012

544 Seiten

Hier kaufen:  www.amazon.de

Verlagsseite:  www.dtv.de

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