Hochzeitspläne

Hochzeitspläne

Nun sind wir schon viele Jahre zusammen und seit letztem Jahr verlobt und wollen im nächsten Jahr heiraten. Doch irgendwie ist bisher alles sehr ernüchternd. Man hat ja doch immer so Vorstellungen und Ideen und wenn dann die ersten Angebote von Veranstaltern kommen, wird man sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Bei so manchem Angebot ist mir die Kinnlade runtergefallen.

Bisheriges Highlight:
schon sehr lange stand eine Scheune auf meiner Wunschliste der Locations. Schöne hohe Decken, Holzbalken, Holzboden und ein schöner Hof davor. Ich sah schon die weiß eingedeckten Tische mit Blumen und Kerzen, Spitzendetails auf den Tischen, Kristallgläser und schönes altes Besteck. Eben alles sehr vintage angehaucht und im Stile dieser wunderbaren amerikanischen Scheunenhochzeiten. Doch dann kam der Preis! Für eine Feier an einem Samstag im Sommer ab 15 Uhr bis vier Uhr nachts wurde ein MINDESTPREIS von 12.000€ genannt. Ähm, sorry…ich wollte die Scheune mieten und nicht kaufen!
Dann fand ich auch noch ganz toll die Preisliste einer anderen Location. Raummiete wurde mit 2000 € veranschlagt. So weit so okay, war eine wirklich tolle Location mitten in Hamburg. Aber zu den 2000 € kommen noch 1500 € Nebenkosten dazu. Ich frage mich dann ganz ehrlich wofür? Was kann ich bitte an Strom und Wasser in weniger als 24 Stunden verbrauchen, dass solche Summen rechtfertigt?
So verbringe ich momentan also viel Zeit damit mich durch diverse Seiten zu klicken, Anfragen rauszuschicken und bei jeder Antwort zu denken: Danke, aber nein Danke!

Und wenn dann mal der Preis in unser gesetztes Budget passt, dann sind solche Bedingungen dran geknöpft wie: fester Caterer (gerne so Kategorie 5-Sterne), feste Deko (Niemals!) oder der DJ steht schon fest (habt ihr euch schon mal Hochzeits-DJs angeschaut?). Wir wollen aber, dass diese Hochzeit nach unseren Vorstellungen stattfindet und nicht nach Katalogseite 17. Natürlich erfinden wir das Rad der Hochzeiten nicht neu und natürlich sind wir auch von Pinterest und Trends inspiriert, aber dennoch wollen wir ein gewisses Maß an Individualität. Achja, Individualität 😀 Schreckliches Wort! Vielleicht auch einfach nicht das richtige Wort.
Wir wissen natürlich, dass es sehr stressig werden wird bei der eigenen Hochzeit möglichst viel selber machen zu wollen, aber wir haben bei Freunden gesehen, wie schön es einfach ist, wenn man am Tag vorher die Tische eindeckt, Deko anbringt und so schon mal in Stimmung kommt. Ich finde, besonders beim Thema „Deko“ muss ich mich einfach darauf verlassen können, dass die Umsetzung möglichst nah am meine Traumvorstellungen in meinem Kopf ran kommt. Denn sonst sehe ich mich oder meine Trauzeugin am Tag der Feier Dinge zurechtrücken. Wobei ich sagen muss, dass wird sie eh tun 😀

Dann ist da noch das Thema „Essen“. Das werden viele anders sehen, aber wir vertreten die Ansicht, dass sich im Nachhinein nur jemand ans Essen besonders erinnern wird, wenn es echt schlecht war. Ich kann bei den bisherigen Hochzeitsessen sagen, es hat alles geschmeckt. Dass die einen garantiert sehr viel mehr für das Essen ausgegeben haben, als die anderen, hat nichts daran geändert, dass es gutes Essen war und geschmeckt hat. Daher wollen wir da nicht zu viel Tamm Tamm veranstalten und brauchen kein großartiges Drei-Gänge-Menü. Ein schönes Buffet soll es werden, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist, aber auch nicht zu viel, damit am Ende nicht unnötig Essen weg getan werden muss. Und ich glaube auch nicht, dass das Essen pro Person 80-100 € kosten muss. Klar, bei einem Menu am Tisch und entsprechender Bedinung, kommt das schnell hin, aber bei einem Buffet ist das oft Quatsch. Da wird dann pro Person viel zu viel berechnet und selten Essen die Gäste tatsächlich so viel. Von einer Hochzeitstorte will ich gar nicht erst anfangen 😀
Da fängt es schon damit an, dass ich nicht so gerne Kuchen und Torte esse, das heißt ich habe auch gar nicht so die Ahnung davon. Dann sind auch so viele Geschmäcker unter den Gästen vertreten, die man ja ein wenig wenigsten beachten möchte. Und dann die Preise für so eine Torte! Da finde ich es besser, wenn man vielleicht eine kleine hübsche Torte backt und dann dazu Cupcakes oder man macht ein kleines Kuchenbuffet, wo ein paar Gäste einen Kuchen dann mitbringen. So hat man von allem ein kleines bisschen etwas und vermutlich bleibt am Ende weniger übrig. Zumindest in meiner Vorstellung 😀

Nächstes Thema „Musik“. Schwieriges Thema. Also eine Band wird es nicht geben, das wird keiner Aushalten. Die Familie vom Herzmann sind Musiker durch und durch und Perfektionisten obendrein. Und kritisch! Da kann keine Band die Erwartungen erfüllen und ich sehe jetzt schon, wie da jeder schiefe Ton, jede Ungenauigkeit kritisch beäugt wird und irgendwann die Bühne übernommen wird.
DJ ist auch schwierig. Also bei vielen DJs gruselt es mich schon, wenn ich nur die Fotos sehe…nein, auch da werden wir selbst Hand anlegen müssen. Ich will ja auch tunlichst vermeiden, dass Helene Fischer oder Pur gespielt werden. Da werden wir uns wohl bei Spotify bedienen und in gemeinsamer Arbeit mit Freunden eine Liste erstellen. Das hatten Freunde von uns bei ihrer Hochzeit auch so und das war ziemlich gut! Dann denke ich mal, wird man zwei, drei Leute bestimmen, die ein wenig ein Auge auf die Geschichte an dem Abend haben werden und dann sollte das klappen.

So, das sind so meine Gedanken, die aktuell in meinem Kopf herum schwirren und mich an so vielem Zweifeln lassen. Ich werde einfach mal ab jetzt Lotto spielen und hoffen, dass ich da mal ein paar Euro gewinne 😀

Falls euch das Thema interessiert und ihr Lust habt uns auf dem Weg Richtung Hochzeit zu begleiten, dann würde ich ab jetzt weiter hier davon berichten.

2 Gedanken zu “Hochzeitspläne

  1. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Verlobung. Unsere Hochzeit war ja ein kleine Sache, die ich schnell hinter mich bringen wollte, weil mit Babybauch ist es wirklich unschön. Wir hatten fest vor, sie mit einer freuen Trauung in schön, ohne Schwangerschaft und im Sommer nach zu holen. Aber das wird jetzt wohl doch noch ein paar Jahre nach hinten verschoben werden müssen.. Was ich dir auf jeden Fall mit auf den Weg geben kann: Es ist EUER Tag. Es muss vor allem euch gefallen. Wenn sich jemand an etwas stört, kann er es ja bei seiner Hochzeit anders machen. Ich habe echt erlebt, dass Leute sich so eingemischt haben, dass ich schon angeboten habe, dass sie ja für mich das Ja Sagen übernehmen können…

    • Vielen Dank!
      Meine Mutter musste sich erstmal daran gewöhnen, dass wir nicht kirchlich heiraten werden.
      Das mit dem Babybauch kann ich verstehen, ich meinte schon zu meinem Freund, dass ich tunlichst nicht schwanger sein möchte 😀
      Ich vermute, der eine oder andere wird sich vielleicht über einige Details wundern, aber wie du sagst: unser Tag, unsere Feier und uns muss es gefallen. Ich möchte diesen Sommer schon mal langsam anfangen nach Kleidern zu gucken, weil ich noch gar nicht recht in Braut-Stimmung bin und außerdem keine Lust habe ein Vermögen dafür auszugeben und das wird bestimmt noch eine Herausforderung 😀

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