Mia Sheridan – Im nächsten Leben vielleicht

Tanleigh und Kyland wachsen beide in einem Bergarbeiterort auf, der wie so viele andere auch von Armut geprägt ist. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Persepktiven gering und zu allem Leid kommt noch ein Grubenunglück hinzu. Viele Familien verlieren bei diesem Unglück ihre Männer, Söhne, Brüder und Onkel. So auch Kyland, der seinen Bruder und seine Vater verliert.


Tanleigh und Familie verlieren niemanden dabei, aber wie auch? Ihr Vater hat sich drei Tage nach ihrer Geburt aus dem Staub gemacht und seitdem versucht sie gemeinsam mit ihrer großen Schwester für deren Lebensunterhalt zu sorgen und irgendwie die Medikamente für ihre psychisch kranke Mutter zu bezahlen.
Der einzige Weg raus aus dem Elend ist ein Stipendium, das jedes Jahr vergeben wird und es einem Schüler der Abschlussklasse ermöglicht studieren zu gehen. Tanleigh setzt alles daran um dieses Stipendium zu bekommen und lässt sich von nichts davon abhalten. Weder der lange Fußweg, die Krankheit ihrer Mutter, der Job, noch das ewige Gefühl von Hunger können sie aufhalten. Und so kämpft sie für ihren Traum und glaubt ihre Konkurrenten zu kennen. Doch dann erscheint Kyland auf ihrem Radar. Durch einen Zufall sieht sie, wie Kyland sich Essensreste von einem Tablett eines anderen Mitschülers nimmt und Tanleigh ist mit einem Mal klar, dass es ihm genauso schlecht geht wie ihr. Ihre Blicke treffen sich und beide wenden sich beschämt ab. Ab diesem Moment fällt´Kyland Tanleigh immer häufiger auf und als sie ihn dabei beobachtet, wie er im Lebensmittelladen ein Sandwich klaut, schmeißt sie mit Absicht Sachen zu Boden, damit ihr Chef ihn nicht erwischt.
Kyland haut ab und Tanleigh verliert ihren Job. Doch auf dem Nachhauseweg läuft ihr Kyland über den Weg und ab da nimmt das Schicksal langsam seinen Lauf. Noch zu Beginn findet sie Kyland sehr unsympathisch, doch sehr attraktiv. Und immer mehr wächst in Tanleigh der Wunsch wenigstens einmal von diesen wunderbaren Lippen geküsst zu werden.
Kyland seinderseits fühlt sich auch zu ihr hingezogen, wie noch nie zuvor zu einem Mädchen, aber er weiß auch, dass sie beide um das einzige Stipendium kämpfen und dass er sich diese Chance nicht entgehen lassen darf wegen irgendwelcher Gefühle. Doch wie soll er ihr nur widerstehen? Es fällt ihm von Mal zu Mal schwerer und schließlich kann er sich einfach nichr mehr beherrschen…

Mein Fazit:

Ein wunderbare leichte Geschichte fürs Herz! Mir hat der Schreibstil von Mia Sheridan sehr gut gefallen, da er nicht allzu verschnörkelt ist und es sich sehr flüssig liest. Vom Klappentext her klang es mir eigentlich fast ein wenig zu kitschig, aber das Cover (ja, ich weiß: auch super kitschig) hat mir einfach zu gut gefallen.
Ich mochte die Story sehr, da sie die Liebe der beiden zwar durchaus in den Mittelpunkt stellt, aber nicht auf eine unangenehme prominente Weise, sondern man immer wieder merkt, wie stark das ärmliche Leben und die Perspektivlosigkeit eben diese Liebe auch beeinflusst und prägt. Zwischendurch hatte ich kurz Sorge, dass es vielleicht doch noch langatmig und weithergeholt wirken könnte, weil ich noch die Hälfte vor mir hatte und ja schon wusste, dass die Trennung kurz bevor steht. Doch ich war wirklich erstaunt als ich mich dem Ende näherte und das erste Wiedersehen der beiden nicht platt und klischeehaft war, sondern so wie man sich das auch im echten Leben vorstellt, wenn das Herz noch für den anderen schlägt.
Und tatsächlich gab es noch eine Überraschung mit der ich nicht gerechnet habe. So gefällt mir das!


Im Nächsten leben vielleicht von Mia Sheridan

Piper Verlag

Erschienen 12.01.2017

336 Seiten

Hier kaufen: www.amazon.de

Verlagsseite: www.piper.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s