Rex Stout – Es klingelte an der Tür

 

Es klingelte an der TürVor kurzem bekam ich Überraschungspost von LovelyBooks und darin enthalten war die Neuauflage von Rex Stouts Es klingelt an der Tür. Ich kannte Rex Stout gar nicht und habe mich erst einmal ein wenig schlau gemacht. Rex Stout war einer der erfolgreichsten amerikanischen Krimiautoren des 20. Jahrhunderts. Der Privatdetektiv Nero Wolfe zählt bis heute zu den berühmtesten Figuren des Genres und gemeinsam mit seinem Assistenten Archie Goodwin teilt dieser neben der Liebe zu Orchideen und gutem Essen auch die gewisse detektivische Spürnase. Nun wusste ich auch welches Schätzchen ich da quasi vor mir liegen habe und freute mich umso mehr. Diese Ausgabe ist wirklich sehr schön aufgemacht und weckt direkt das Sammlerherz in mir.

Nun mal zum Inhalt. Wolf und Goodwin erhalten einen neuen Auftrag. Einen nahezu aussichtlsosen. Rachel Bruner, ihrerseits eine sehr reiche ältere Dame, ist davon überzeugt, dass sie und ihre Familie vom FBI höchst persönlich beschattet werden. Grund hierfür ist ihrer Meinung nach, dass sie zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuches gekauft und an diverse Leute verschickt hat. Und obwohl den beiden Ermittlern direkt klar ist, dass sie damit eigentlich gegen Windmühlen kämpfen, nimmt Wolf den Auftrag an. Immerhin gab es bereits 100.000 $ Vorschuss, der auch bei Nichterfüllen des Auftrags behalten werden dürfen. Und dann zeigen sich auch noch ganze zarte Verbindunge zu einem Mord an einem Journalisten auf und die beiden Ermittler lassen sich auch nicht vom FBI davon abhalten…

Mein Fazit:

Puh, zwar war im ersten Moment mein Sammlerherz geweckt und meine Lust auf einen Klassiker im Krimi-Genre auch, aber schon sehr lange fand ich ein Buch nicht mehr so anstrengend zu lesen. Schon nach 16 Seiten wusste ich einfach nicht wer gerade spricht und es dauerte noch eine Weile bis es mir endgültig so richtig klar war. Vielleicht war ich auch schlichtweg unkonzentriert, aber dann war ich das wohl das gesamte Buch über. Ich weiß außerdem gar nicht wie ich eigentlich darauf kam, dass dieser Krimi in England spielen würde, was ja schon alleine aus dem Grund, dass das FBI involviert ist, ja gar nicht anders sein kann. Naja, bleiben wir bei unkonzentriert.
Irgendwie konnte mich das Buch nicht packen. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, dass eigentlich spannende Handlungsstränge einfach übersprungen wurden und in einem Nebensatz erwähnt wurden. Was sehr schade war, weil man so einfach ein wenig mehr Spannung hätte aufbauen können. Außerdem sind die beiden Detektiven schon sehr spleenig. Mir waren es fast schon zu viele Eigenheiten, die den Alltag der beiden bestimmten.

Auch muss ich sagen, war die Story als solches sehr konstruiert. Eine reiche Frau verschickt zehntausend Enthüllungsbücher, wird tatsächlich vom FBI überwacht, ein anderer Mordfall wird gelöst und die Handlung rund um dieses Enthüllungsbuch und die Beschattung gleich am Anfang fallen gelassen. Sehr schade, aber vielleicht liegt das ganze auch einfach daran, dass es sich dabei um ein deutlich älteres Werk handelt und man sowas einfach nicht mit heutigen Krimis vergleichen darf.

Mein Fall war es einfach nicht und ich werde auch vermutlich keine weiteren Krimis von Rex Stout lesen, dennoch denke ich, dass Liebhaber alter Krimis hierbei auf ihre Kosten kommen.


rex
Es klingelte an der Tür von Rex Stout

Klett-Cotta Verlag

Erschienen 2017

247 Seiten

Hier kaufen: www.amazon.de

Verlagsseite: www.klett-cotta.de

Ein Gedanke zu “Rex Stout – Es klingelte an der Tür

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